Eine Reise nach Helgoland

Eine Reise nach Helgoland

 

Wer auf Facebook bzw. auf Instagram regelmäßig folgt, hat bereits mitgekommen, dass ich Helgoland besuchte. Dabei begleiteten mich zwei Freunde, ebenfalls Fotografen. In diesem Blog-Beitrag möchte ich darüber berichten.

Die Vorbereitungen

Als meine Freunde und ich uns im Winter 2017 überlegten wohin wir unsere erste gemeinsame Fotoreise unternehmen werden, standen viele Ideen im Raum. Inspiriert durch andere Fotos anderer Wildlife-Fotografen bzw. durch diverse Aussteller auf der Photo & Adventure wurde dann doch sehr schnell klar, dass es 2018 auf die deutsche Nordseeinsel Helgoland gehen muss. Bekannt ist diese Insel für die Kegelrobben, Seehunde und Basstölpel.

Helgoland - Basstölpel / Morus bassanusTerminfindung

Die erste Frage, die wir uns stellten, ist wann wir diese Insel besuchen möchten. Für die Planung um bei der Geburt der Kegelrobben waren wir bereits zu spät dran. Denn diese finden laut unseren ersten Recherchen bereits ab November statt. Schlussendlich fanden wir einen gemeinsamen Termin im Mai.

Anreise

Nachdem der Termin fixiert wurde stellen wir uns die Frage, wie wir von Österreich nach Helgoland kommen. Es gibt zwar einen Flughafen auf kleinen Düneninsel, aber nachdem dies ein sehr kleiner ist und es keine Direktflüge aus Österreich gibt, gab es für uns nur zwei Möglichkeiten: Mit der Bahn oder mit dem Flugzeug nach Hamburg und dann weiter mit der Fähre nach Helgoland. Wir entschieden uns für den Flieger via Wien. Diverse Fluglinien fliegen die Strecke Wien – Hamburg so gut wie täglich an. Also musste nur eine passende Kombination aus Flieger und eine Fähre für die Weiterfahrt gefunden werden. Bei letzterem entschieden wir uns für den Katamaran der Firma FSR Helgoline. Leider gab es keine Möglichkeit gleich nach der Landung mit dem Schiff weiterzufahren. Also mussten wir noch einen Tag in Hamburg nächtigen und so ging es erst am nächsten Tag in der Früh den Katamaran weiter.

Hotel, Pension oder Ferienwohnung?

Nachdem auch die Anreise geklärt war, galt es eine Unterkunft zu finden. Schnell war uns klar, dass es nicht viele Hotels gibt. Entweder war zum Zeitpunkt unserer Buchung keine Zimmer mehr frei oder nur zu hohen Preisen verfügbar. Also nahmen wir uns eine Ferienwohnung. Denn so war es uns auch möglich schnell ein Frühstück nach unserem Geschmack bzw. ein Abendessen zuzubereiten. Fündig wurden wir bei www.helgoland-traumurlaub.de und konnten uns nicht beklagen. Reservierung, Bezahlung und Zimmer waren top und genügten unseren Ansprüchen.

Die Reise

Irgendwann kam dann der Tag, an dem es los ging und wir waren endlich auf Helgoland. Nachdem wir die Schlüssel für unsere Ferienwohnungen erhalten haben ging es für uns gleich die Insel zu erkunden.

Allgemeines zur Insel

Helgoland (2018)Die Insel ist nicht sehr groß; laut Wikipedia 170 ha. Das heißt man umrundet Helgoland locker an einem halben Tag. Es wird unterteilt in Ober- und Unterland. Der Katamaran legt im Unterland an, wo sich die Geschäfte, Buden, Cafes und Restaurants aneinanderreihen.

Das Ober- und Unterland wird durch Stiegen verbunden. Ebenso existiert auch ein Lift. Hier mussten wir pro Einzelfahrt 0,50 Euro zahlen. Aber mit Gepäck oder einem anstrengenden fotografischen Tag war es uns das wert.

Nachdem Helgoland eine zollfreie Zone ist, kann hier auch kostengünstig eingekauft werden. Nur die Lebensmittel kosteten etwas mehr, als auf dem Festland.

Zu den Öffnungszeiten stellten wir schnell fest, dass diese zum Teil erst aufsperren, wenn die ersten Ausflugsboote aus Hamburg bzw. Cuxhaven anlegten und zusperrten sobald diese wieder ablegten. Einige haben natürlich länger offen. Aber bis auf manche Bars sperrten die Restaurants spätestens um 21 Uhr zu. Das ist natürlich umso toller, wenn man als Fotograf auch das letzte Sonnenlicht ausnützen möchte und der Sonnenuntergang inkl. der blauen Stunde kurz nach 21 Uhr endete. Was hieß das für uns? Zum Abendessen das essen, was eigentlich für den nächsten Tag als Frühstück gedacht war.

Für weitere Informationen über Helgoland gibt es im Internet natürlich haufenweise Information mit vielen Tipps, z.b. https://www.helgoland.de/ oder http://www.helgoland-reisefuehrer.de/ . Ebenso existieren im Buchhandel einige Reiseführer.

Fotografische Tipps zur Vorbereitung

In erster Linie wollten wir Basstölpel, Kegelrobben und Seehunde fotografieren. Aber als wir bei der Bude des Vereins Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Helgoland e.V. http://www.oag-helgoland.de/ pausierten, stellten wir schnell fest, dass es hier mehr zu sehen gibt. Der Verein Helgoland (2018)veröffentlicht auf der Homepage und auf einer Tafel die Sichtungen diverser Vögel und auch den Sichtungsort. Ebenso kann ein Heftchen über die Sichtungen erworben werden. Dabei ist auch der Zeitpunkt herauszulesen, in welchem Zeitraum diese in etwa anzutreffen sind. Auch zu kaufen ist das Buch „Die Vogelwelt der Insel Helgoland“ . Hier werden alle immer wieder anzutreffenden Vogelarten beschrieben und auch wann das Aufkommen ist.

Somit war für uns auch klar, dass Helgoland ein Platz für den Vogeldurchzug ist. So wie wir es in Österreich vom Nationalpark Neusiedler See kannten. Somit lohnt es sich den Verein selbst zu besuchen bzw. zumindest auf der Homepage sich über die Sichtungen zu informieren.

Eine Karte bekommt man auch beim Verein gegen einen Obolus zu kaufen, bei dem alle Plätze beschrieben sind.

Nachdem es öfters sehr windig sein soll, bekamen wir von anderen Fotografen den Tipp uns einen Regenschutz für das Objektiv zu besorgen. Denn dadurch soll verhindert werden, dass sich die Sandkörner in die Zoomringe der Objektive bzw. ins Kamerabajonett gelangen und dadurch kaputt gehen. Wir hatten Glück und hatten tolles Wetter und es ging kaum Wind, wodurch wir das schlussendlich nicht benötigten.

Fotografieren der Tiere

Die Basstölpel sind im Nordwesten der Insel gut zu beobachten und man kommt diese auch sehr nahe. Die Vögel brüten bzw. rasten gleich bei den Klippen neben dem Gehweg.  Dabei werden die Tiere nur von einer Absperrung getrennt, welche man klar zu respektieren hat.

Durch die kurze Distanz reichte es eigentlich ein Objektiv mit einer Brennweite 70-200 zu verwenden. Möchte man die Vögel im Flug, die etwas weiter weg sind fotografieren, dann benötigt man klarerweise eine größere Brennweite. Aber es gelingen auf alle Fälle großartige Portraits bzw. Landeanflüge wenige Meter vor der eigenen Position.

Auch den Austernfischern kommt man sehr nahe. Oder im Gegenteil, diese kommen einen relativ nahe, wenn man sich ruhig verhält. Also mussten wir nach kurzer Zeit von unseren langen Teleobjektiven auf unsere kurzen Brennweiten wie ein 70-200 Objektiv wechseln.Helgoland - Kegelrobbe / Halichoerus grypus

Alle weiteren Vögel, die man je nach Jahreszeit finden kann, sind etwas scheuer. Das heißt, hier wird man generell größere Brennweiten benötigen. So konnte ich zum Beispiel Fitis, Bluthänfling, Turmfalke, Rotmilian, Steinschmätzer, Sandregenpfeifer, diverse Möwen usw. fotografieren.

Um die Kegelrobben und Seehunde zu fotografieren muss man auf die Nachbarinsel „Düne“ fahren. Eine Fähre fährt mehrmals täglich vom Hafen. Die aktuellen Abfahrtszeiten sind vor Ort ersichtlich. Natürlich fuhren wir einige male rüber. Zum fotografieren sind diese etwas schwierig. Einerseits liegt das daran, dass ein Mindestabstand von mehreren Metern erforderlich ist. Darauf wird man mittels mehreren Hinweistafeln hingewiesen. Also benötigt man hier auf alle Fälle ein großes Teleobjektiv, um den Abstand zu wahren. Der andere Punkt war, dass sich diese nicht oft bewegen. Während wir die Insel besuchten lagen die Robben nur herum und schliefen bzw. dösten. Also brauchte es viel Geduld, um ein Foto zu erhaschen. Wir passten uns einfach an und dösten auch am Strand, bis sich ein Tier bewegte und wir endlich Fotos machen konnten.

Ansonsten sind auch auf der Düne einige Vögel zu beobachten. Auf das Wegegebot ist dabei unbedingt zu achten!

Rückreise

Die Rückreise erfolgte wieder mit dem Katamaran nach Hamburg. Dort blieben wir noch ein paar Tage, um auch hier noch einige Fotos dieser tollen Stadt mitzunehmen. Zurück flogen wir dann wieder nach Wien und von dort ging es dann nach Hause.

Fazit

Irgendwann geht auch eine Reise vorbei. Wir wären gerne noch länger geblieben. Allerdings steht schon bei der Helgoland - Sandregenpfeifer / Charadrius hiaticulaAbreise fest, dass wir Helgoland wieder besuchen werden. Es war ein tolles Erlebnis mit vielen Bildern.

Viele weitere Bilder könnt ihr in meiner Galerie betrachten. Ich werde auch immer wieder mal Bilder auf meinem Facebook- bzw. Instagram-Account posten.

Im nächsten Blog Beitrag erzähle ich euch über unseren Zwischenstopp in Hamburg.

 

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